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Kein “Sorry” für Handys in Meetings

Zuspät-Kommenden wird viel eher verziehen

 

 

 

 

Wer glaubt, das Hantieren mit dem Handy in Meetings würde nicht nur niemandem auffallen, sondern auch nicht stören, irrt. Das Verschicken von Nachrichten, das lautlose Abspielen von Videos, das Scrollen durch Schlagzeilen oder das Einsteigen in Video Games belasten die Beziehung zu den anderen SitzungsteilnehmerInnen und behindern ein gutes Meeting-Ergebnis massiv. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend: 1. Derartige nicht den Zielen des Meetings dienliche Beschäftigungen werden als expliziter Ausdruck mangelnden Interesses an den KollegInnen und an den behandelnden Themen gewertet 2. Ganz im Gegensatz zum Zuspät-Kommen, das durchaus auch durch äußere Umstände entstehen kann, ist das Hantieren mit dem Handy im Meeting eine bewußte, freiwillige Handlung. Ganz abgesehen davon, dass jede/r Zuspät-Gekommene das Meeting nur kurz stört und sich dann noch immer hochproduktiv und effizient einbringen kann.

Sagt jedenfalls eine neue US-amerikanische Studie und weist darauf hin, dass kurze Entschuldigungen völlig sinnlos sind. Der schlechte Eindruck ist passiert.

Pasketwitz/Wilson/Luttman/Devereux/Beck, “Comparing Counterproductive Meeting Behaviors: When Trying to be Subtle, Backfires”, in: Business and Professional Communication Quarterly”, first published online on February, 13th, 2026, https://doi.org/10.1177/23294906251413692

Aus der Praxis:

Weg mit Handy in Meetings – das ist eine gute Devise, die sicher zu mehr Achtsamkeit und Konzentration aller TeilnehmerInnen führt. Aber meiner Erfahrung nach liegen viele schlechte Meetings auch an unterdurchschnittlichen SitzungsleiterInnen. An SitzungsleiterInnen, die schlecht vorbereitet, (gut gemeint) viel zu lasch im Steuern und Strukturieren der Beiträge, zu zögerlich im Aktivieren sind und die Zeit nicht im Griff haben. Dann ist es zwar alles andere als höflich und professionell, sich hinter sein Handy zurückzuziehen und das Meeting an sich vorbeirauschen zu lassen, aber es ist zumindest teilweise nachvollziehbar. Dabei läßt sich effiziente Sitzungsleitung gut erlernen und üben. Sitzungen können dann echt Spaß machen – weil was weitergeht!

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